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Sommergespräche die Dritte

20. Aug. 2019
2 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 19. März

SOMMERGESPRÄCHE MIT MATHIAS PÖTZELSBERGER 2019

19.8.2019

Das dritte Sommergespräch mit »FPÖ« Chef Norbert Hofer und Mathias Pötzelsberger ging flott, mit Kampflächeln auf beiden Seiten, von der Bühne. Wie auch schon die Gespräche zuvor, war die Konversation zuvorkommend, wenn auch von Seiten Pötzelsberger alles kritisch hinterfragt wurde. Die Bruchlinien in der Partei FPÖ wegen der Strache Sache zogen sich sichtbar wie ien roter Faden durch das Gespräch.

Das erste Thema lag quasi auf der Hand, weil sehr aktuell: Die Hausdurchsuchungen bei Ex-Parteichef Heinz-Christian Strache und Ex-Klubobmann Johann Gudenus und anderen. Hofers Erklärung war eine Mischung aus Opferrolle, Verschwörungstheorien und technischer Ablenkungsmanöver. Wirklich schlüssig war das alles nicht.

Hofer wirbt auch in diesem ORF Gespräch konsequent um die Gunst der ÖVP. Er findet die schwarz-blaue Koalition gut, so wie sie war. Hofer sagt, er habe mit den Identitären nie etwas zu tun gehabt und bezeichnet sie als „Obskurantentruppe“

. All die anderen Parteien, SPÖ, Grüne, Neos, jetzt, waren, wenn überhaupt nur Thema in Nebensätzen. Die FPÖ beschäftigt sich im Moment nur mit dem Ex-Koalitionspartner. Und sich selbst. Bundespräsident will Hofer aus der Opposition werden, zumindest schließt er es nicht aus, wenn die FPÖ in der nächsten Regierung nicht vertreten sein sollte. Hofer zieht die Beatles den Rolling Stones vor und gutiert sein Badefass auf der Terrasse als persönlich am meist geliebten Badesee. Die gefährlichsten Menschen sind die ganz perfekten, meint Hofer, der jedem Menschen eine dunkle Seite erlaubt. Angst macht ihm der Typ mit Nerd-Brille. Die CO2 Steuer »Nöst« gibts ja schon. Alle anderen Besteuerungen gehen sich bis zur »neuen« Energiegewinnung und Fortbewegung in der Zukunft für Tempo 140 aus. Und die grünen Funktionäre findet er fragwürdig in ihren Statements.Die Asylthematik ist nach wie vor Thema, wenn es um den Schutz der Bevölkerung geht. Wer straffällig wird, muss das Land verlassen. Das Jahr 2015 hat Österreich verändert. Ziel ist, und sollte für alle in der EU sein, dass man dort investiert, wo es Menschen nicht so gut geht. Bargeld soll in die Verfassung geschrieben werden.

Letztendlich loben die Gesprächspartner die jeweils guten Recherchen, rhetorischen Kompetenzen und lassen für uns wieder einmal ein breites Informationsspektrum bereit, um uns unsere eigenen Gedanken zu machen.


 
 
 

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